Frau Lührs bucht Flüge wie andere Leute Bücher kaufen. Meistens spontan, immer mit dem Gefühl, dass das genau der richtige Moment ist. Als sie den Flug nach Tokio bucht, hat sie noch keinen genauen Plan. Nur eine Idee: Sie will verstehen, wo ihr Tee herkommt. Und sie will dabei möglichst viele Menschen treffen.
Sie trifft viele Menschen.
Der Abstecher nach Uji
Japan ist nicht die Heimat des Jasmintees. Frau Lührs weiß das. Aber Japan ist die Heimat einer Teekultur, die sie schon immer fasziniert hat. Also macht sie einen Abstecher nach Uji, südlich von Kyoto, dorthin, wo Grüntee seit dem 13. Jahrhundert wächst und wo Teetrinken keine Gewohnheit ist, sondern eine Haltung.
Die Hügel von Uji sind grün auf eine Art, die Frau Lührs innehalten lässt. Das passiert ihr nicht oft. Normalerweise läuft sie schneller als alle anderen und redet dabei. Aber zwischen den Teereihen von Uji, im frühen Morgenlicht, mit dem Nebel noch nicht ganz weg, steht sie einfach da. Die Stille ist so vollständig, dass sie sie fast körperlich spürt. Keine Straßenbahn, keine Durchsage, kein Podcast im Ohr. Nur Hügel, Reihen, Nebel.
Frau Lührs ist der erste Besucher an diesem Morgen. Ein Mann mittleren Alters, der die Plantage bewirtschaftet, begrüßt sie mit einer Verbeugung und führt sie durch die Reihen. Er erklärt ihr, dass Sencha rund 80 Prozent der japanischen Tee-Ernte ausmacht. Sencha wächst im vollen Sonnenlicht, anders als Matcha oder Gyokuro, die vor der Ernte beschattet werden. Das volle Licht gibt ihm eine Frische, eine grasige Lebendigkeit, die Frau Lührs sofort versteht. Sie kennt Tee, der sich entschuldigt. Dieser hier nicht.
Sie darf selbst pflücken. Ihre Hände sind zu ungeduldig und sie nimmt ein Blatt zu viel. Der Mann korrigiert sie ohne ein Wort, einfach indem er ihren Griff mit seinen Händen führt. Zwei Blätter, eine Knospe. Two leaves and a bud. Frau Lührs versucht es noch einmal. Diesmal stimmt es. Sie macht ein Foto davon und schickt es direkt nach Hause.
In einem kleinen Teehaus am Rand der Plantage bereitet ihr eine Frau Mitte siebzig Sencha zu. 60 Grad, kein kochendes Wasser. Der Tee zieht 60 Sekunden. Die Frau gießt ihn nach der Mawashi-tsugi-Methode ein, reihum, ein wenig in jede Tasse, dann wieder zurück, bis alle denselben Aufguss haben. Kein Tropfen bleibt in der Kanne, auch der letzte gehört zum Tee. Frau Lührs schaut zu und denkt: Das ist das Gegenteil von ihr. Diese Stille, diese Präzision, diese absolute Ruhe in jeder Bewegung. Und dann trinkt sie den Tee und versteht, dass beides zum selben Ergebnis führen kann. Lebensfreude und Stille. Tempo und Geduld. Nur auf verschiedenen Wegen.
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Die Nacht, in der Tee und Blüte zusammenkommen
Das Beduftungsverfahren beginnt im Frühjahr und endet im Spätsommer. Die Teeblätter werden früh im Jahr geerntet und bis zur Jasminblüte gelagert. Wenn die Blüten im Sommer aufgehen, beginnt die eigentliche Arbeit.
Die Jasminblüten werden nachts gepflückt, wenn sie sich öffnen und ihr Aroma am intensivsten ist. Dann kommen Tee und Blüten zusammen: in Schichten übereinander, Tee und Jasmin abwechselnd, über Nacht. Jeder Durchgang dauert mehr als zwölf Stunden. Danach werden die Blüten entfernt, der Tee getrocknet, und der Prozess beginnt von vorn. Bei hochwertigen Sorten bis zu neun Mal.
Frau Lührs schaut einer Teemeisterin bei diesem Prozess zu. Keine Maschine, keine Abkürzung. Für ein Kilogramm Jasmintee braucht man über ein Kilogramm Jasminblüten. Die Teemeisterin sagt das beiläufig, als wäre es selbstverständlich. Für Frau Lührs ist es das nicht. Sie macht ein Foto und schickt es sofort an alle, die sie kennt.
Was das mit dem Tee macht
Frau Lührs Jasmine Tea schmeckt nach diesem Prozess. Nicht nach künstlichem Aroma, nicht nach Parfüm. Nach Jasminblüten, die wirklich da waren. Die Basis ist Grüntee, hell und frisch. Der Jasmin liegt obendrauf wie eine zweite Stimme in einem Lied, das auch ohne sie funktionieren würde, aber mit ihr erst richtig klingt.
Zubereitung: 80 Grad, nicht kochend. Frisches Wasser. Zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Wer kochendes Wasser nimmt, verliert das Feine. Das sagt auch die Teemeisterin in Fuzhou. Und die Frau in Uji hätte es auch gesagt, wenn Frau Lührs lang genug still geblieben wäre.
Bio ist für uns kein Zusatz, sondern die Grundlage.
Unsere Tees werden ohne synthetische Pestizide und chemische Düngemittel angebaut. Das bedeutet, du genießt nicht nur einen unverwechselbar guten Geschmack, sondern trägst auch zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Produktion bei – ganz ohne Kompromisse.
Unser Tee ist mehr als nur ein Getränk
Bei Schlürf geht es nicht nur um Tee, sondern um den unverwechselbaren Geschmack, der bei jeder Tasse begeistert. Wir setzen auf hochwertige Zutaten und eine sorgfältige Auswahl der Teesorten, die nicht nur gut für den Gaumen, sondern auch gut für die Umwelt sind. Kein künstlicher Geschmack, keine Kompromisse – nur reiner, authentischer Tee, der überzeugt.
Qualität ist unser Versprechen.
Jedes Teeblatt wird mit Liebe und Sorgfalt ausgewählt, damit nur das Beste in deine Tasse kommt. Wir streben nach erstklassige Qualität und unverwechselbaren Geschmack, ganz gleich, welchen Tee du auswählst. Denn nur die Blätter, die den perfekten Geschmack bieten, finden ihren Weg in die Schlürf-Verpackung – für Teegenuss, der immer höchsten Ansprüchen gerecht wird.
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